YouTube – Geldmaschine für Jedermann?

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Status: In Progress  |  Genre: Non-Fiction  |  House: Booksie Classic


Essay über YouTube

Submitted: July 17, 2018

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Submitted: July 17, 2018

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Im Verlaufe des 21. Jahrhunderts gewann eine Plattform an immer mehr Beliebtheit: die Videoplattform YouTube. Jeder hatte die Möglichkeit seine Videos hochzuladen oder die Videos anzuschauen. Das Spektrum der Videos ist heute sehr vielseitig: von Beauty Tipps über Let’s Plays und Musik bis hin zu den seit neustem „Pranks“ genannten Videos, die früher mal noch Streiche hießen. Wer Glück hat findet auch noch illegale Kopien von Serien und Filmen. Doch seit einiger Zeit wird die Plattform überschwemmt von YouTubern, die auf der Jagd nach dem ganz großen Geld sind. Doch ist YouTube wirklich die Geldquelle, von der alle träumen?

Fünfzehn vor Lachen tränende Emojis auf dem Thumbnail, dazu 700 rote Pfeile und Kringel verteilt und noch ein TITEL, BEI DEM MAN DAS GEFÜHL HAT, DER YOUTUBER SEI AUF DER CAPSLOCK-TASTE EINGESCHLAFEN. Dann noch vielleicht etwas sexuelle Anspielungen dazu schreiben und fertig ist eines der beliebtesten „Erfolgsrezepte“: das sogenannte Clickbaiting. Besonders beliebt ist dieses Konzept bei den 13jährigen Kinder, die sich für die neuen Stars am YouTuber-Himmel halten. Sie denken, dass man damit Milliarden an Klicks bekommt für Videos, die inhaltlich so viel Sinn haben wie der Promi-Teil einer Bild-Zeitung. Das Clickbaiting-Konzept findet übrigens aber nicht nur in der YouTuber-Szene statt, sondern wird auch zunehmend im Internet für diverse Artikel oder auch offline bei Klatschmagazinen benutzt. Durch das Wecken des Interesses der YouTube-Zuschauer öffnen diese das Video, ein kurzer Werbestreifen erscheint und es klingelt eventuell in den Kassen der YouTuber. Nur muss erst mal für genug Klicks gesorgt werden und das ist das Problem.

Ein massiver Trend auf YouTube in den letzten Jahren ist die Vermüllung der Plattform durch sinnlose Produktplatzierungen (manch anderer würde hier ganz laut „Productplacement“ rufen) und den „geheimen“, kaum zu erkennenden Schleichwerbungen, die in dem Video zu finden sind. Eine der Hauptstars der Produktplatzierungs- und Schleichwerbeszene ist BibisBeautyPalace. Jedes Video hat mehr Produktplatzierungen als Sand am Meer. Aber es ist erfolgreich – leider. Denn offenbar wird für das Zeug, das sie in ihren Beautyvideos anpreist, so massiv Werbung gemacht, dass es sich für die Unternehmen offenbar sehr lohnt bei ihr ihre Produkte anpreisen zu lassen. Es gibt auch andere YouTuber, die ihre Produktplatzierungen sehr geringhalten oder gar ironisch mit diesen umgehen, in dem sie einfach das Produkt zeigen und lauthals Produktplatzierung schreien obwohl sie dafür nichts bekommen. Einfach nur weil sie es können. Und weil sie gegen den Trend der Vermüllung durch Produktplatzierungen sind. Aber nicht nur Beautyprodukte sind „betroffen“, selbiges gilt auch für Computerspiele.

Gerade für Jüngere wird YouTube immer beliebter, auch das Alter der YouTuber sinkt immer weiter. Seit neuestem sind YouTuber gerade mal 13. Für ihre Zwecke benutzen sie zwei Mittel: den Hype-Zug und das Clickbaiting. Gerade mit dem Online-Battle-Royale-Spiel Fortnite sind lauter kleine Kinder auf YouTube unterwegs, deren soziales Leben neben dem Gaming auf ein Minimum reduziert ist. Das Schlimme daran ist nicht mal mehr das Alter: Sie denken sie wären viel älter und halten sich für Stars. Dabei sind der Inhalt und die Qualität, die sie bieten, teilweise grauenvoll. Ein Bildschirm mit der Aufnahme einer Kamera, deren Qualität fast schlechter ist als die, mit der man die ersten Filme drehte. Hauptsache sie können sich vor ihren Schulfreunden als YouTuber darstellen und sagen, man verdiene Geld damit. Natürlich dienen da die Vorbilder Gronkh aka Erik Range, Bibi aka Bianca Heinicke und Felix Kjellberg als PewDiePie, die mit ihren Videos tatsächlich davon leben können. Doch bis dahin wäre es ein weiter Weg und für die meisten Kinder auf YouTube sind schon 20 Abonnenten viel, was nur ein Bruchteil der genannten YouTuber ist.

Es ist tatsächlich zu beobachten, dass YouTube als Geldquelle nur dann funktioniert, wenn man sehr viel Zeit dafür aufwendet. Für die Beschäftigung nebenbei reicht es nur dann, wenn man entweder qualitatives Material, welches nützlich ist, hochlädt, oder einfach nur Müll produziert und den mit Thumbnails und CAPSLOCK-TITEL verputzt, damit der Nutzer aufs Erste gar nicht erkennt, was der YouTuber an Müll produziert hat. Mit etwas Glück bekommt man dann, wenn man in Richtung erfolgreich geht, noch Produktplatzierungen mit denen dann noch etwas mehr Kohle eingespielt wird. Und das alles zu Leid der Nutzer, die dann nicht mehr guten Inhalt geboten und ganz viele Produktplatzierungen an Kopf geworfen bekommen.


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