Wilhelm Tell Reloaded

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Status: Finished  |  Genre: Other  |  House: Booksie Classic


Wir schreiben das Jahr 1307. Ganz Schweiz ist unter der Herrschaft des Kaisers. Ganz Schweiz? Nein, ein Schweizer leistet dem Kaiser und dessen Vogt unaufhörlich Wiederstand…

Submitted: August 04, 2018

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Submitted: August 04, 2018

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Kurz bevor die Kantone Schwyz, Uri und Unterwalden ihren Schwur begonnen wollten, tauchte doch noch Wilhelm Tell auf. Jetzt waren alle da die erwartet wurden. Alle hoben die rechte Hand. Bei leuchtendem Feuerschein und einem seltenen Naturschauspiel, einem Nachtregenbogen fingen sie an zu schwören:

„ Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. 
 Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. 
 Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.“

Nach dem der Rütlischwur geschworen wurde und die Schweizer alle wieder in ihren Kantonen waren, versuchten sie ihre Mitbürger gegen Geßler und den Kaiser aufzustacheln. Sie versuchten ihn als ein grässliches, widerwärtiges Monster darzustellen. In geheimen Katakomben unter den Städten trafen sie sich um über die aktuelle Lage nachzudenken und zu besprechen. Über ihnen waren die Soldaten des Landvogts Geßler. Die Geheimwahrung ihres Schwurs war ihr oberstes Anliegen. Ein paar Wochen später, geht Tell mit seinem Sohn Walther Tell jagen. Auf dem Weg nach Altdorf  kamen sie an einer Stange vorbei an der ein Hut hängt. „Vater, welchen Zweck hat dieses merkwürdige Gebilde“, fragte Walther. „Mein Sohn, um Gebilde wie diese scheren wir uns nicht“, sprach Tell und spuckte vor den Hut. Zwei Wachen standen neben dem Hut und reagierten geschockt auf diese Tat. Sofort hoben sie ihre Piken und versperrten ihnen den Weg. „ Alle die an diesem Wege vorbeikommen, haben sich ohne Kopfbedeckung vor ihm zu verneigen. Auch ihr habt diese Pflicht“, teilte ihnen der erste der beiden Wachen mit. „Alle die dieser Pflicht nicht nachkommen, werden eine gerechte Strafe erfahren“, fügte der zweite der Wachen hinzu. „Vater, ich habe Angst“, flüsterte Walther seinem Vater ins Ohr. „Keine Angst mein Sohn, uns wird schon nichts passieren“, erwiderte Tell. Doch in diesem Moment hörten sie ein starkes Hufgetrampel. „Welches Problem hat ihr, werte Waffenknechte meiner Gefolgschaft?“, sprach der Mann auf dem Pferd. Es war Geßler. Diese zwei Herren sind an der von ihnen o Herr aufgestellten Stange mit ihrem Hut vorbeigekommen ohne sich davor zu verneigen. Was sollen wir mit ihnen machen, o Herr?“, sprach der zweite der beiden Wachen. „Ihr habt mir großen Dienst erwiesen und mir eure Treue bewiesen. Dafür bin ich euch dankbar. Doch nun lasset uns alleine. Ich kümmere mich um die beiden. Wegtreten!“, sprach Geßler zu den beiden und die Wachen verschwanden. „Und nun zu euch. Dass der große Tell und seine Knaben hier vorbeikommen werden….hätte ich nicht gedacht. Was solle ich nun mit dir machen?“, fragte sich Geßler. Einer seiner Gefolgsleute rief: „ O Herr, es existieren Gerüchte dass Tell ein Meisterschütze sei. Lasst ihn eine schwere Prüfung mit seiner Armbrust machen.“ Ein anderer rief: „Töten wir diesen Tell sofort“, und legte mit seiner Armbrust an. Doch bevor er abdrücken konnte hatte Tell ihm einen Pfeil durch seinen Kopf gejagt. „Warum musstest du das tun, werter Tell?“ fragte Geßler mit einem sarkastischen Unterton. „Du weißt dass das unnötig war. Er hätte nicht abgedrückt. Und wenn wäre er jetzt trotzdem tot“, meinte Geßler, immer noch mit einem sarkastischen Unterton. „Die Idee ist gar nicht mal so schlecht: Wir werden dich einer Schussprüfung unterziehen.“ An einem alten Apfelbaum am Rande einer Wiese nahe Altdorf  hing ein roter, saftiger Apfel. Geßler nahm ihn und sagte zu Tell: „ Auf 100 Fuß wirst du dich vor deinem Sohn aufstellen. Dein Sohn bekommt diesen Apfel auf seinen Kopf. Du musst ihn herunterschießen.“ Während dieser Unterhaltung kam der Großvater von Walther, Walther Fürst. Er hörte von dieser Prüfung und sprach zu Geßler: „ So etwas könnt ihr doch nicht von einem Vater erwarten dass er auf sein Kind zielt und schießt“, rief Fürst entsetzt. „Ich bin des Kaisers linke Hand! Ich habe die Gewalt um solche Dinge von Leuten zu verlangen. Ich könnte auch genauso von dir verlangen dass du mir deine Frau und dein ganzes Hab und Gut gibst, du alter Mann. Und jetzt, dein Moment, Tell. Man lege dem Knaben den Apfel auf den Kopf. Hast du, Knabe noch irgendwelche Wünsche? Soll man dir die Augen verbinden? Dich festbinden?“, fragte Geßler. „ Nein, ich habe keine Angst vor des Vaters Pfeil. Er wird mich nicht treffen. Vater, du wirst den Apfel treffen. Du triffst den Vogel aus 200 Fuß, also auch den Apfel aus 100 Fuß“, antwortete Walther auf die Frage des Vogts. Tell zog einen Pfeil aus seinem Köcher-und einen zweiten, den er gleich einspannte. Er zielte auf den Apfel ….und brach zusammen. Aber während er zusammen brach, drückte er ab und traf den Apfel. Geßler war fassungslos. Tell kam wieder zu Bewusstsein und hatte neben sich noch den zweiten Pfeil liegen. Tell stand auf, packte den Pfeil und spannte ihn ein. Dann schoss er auf Geßler. „Das ist dafür dass du einen Vater so etwas tun lässt!“, schrie Tell. Der Vogt rutschte von seinem Pferd in ein Matschloch. Dort blieb er regungslos liegen. Seine anderen Pfeile schoss er auf die Schützen von Geßler und wich ihren Pfeilen aus. Er schnappte sich das Pferd von Geßler, packte Walther Fürst und seinen Sohn Walther Tell auf das Pferd, ritt nach Altdorf und verbreitete dort die Nachricht. Die Nachricht verteilte sich wie ein Lauffeuer. Überall in den Kantonen wurden die Männer von Geßler hingerichtet und ermordet...


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