THE ART CRIMES: Das Schattenspiel

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Status: Finished  |  Genre: Romance  |  House: Booksie Classic
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If art's a crime, then crime could be a new form of art.
If a crime feels like art and GOD is by your side - who's 2 blame?
THE ART CRIMES: The revolution is NOW.

Submitted: February 22, 2012

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Submitted: February 22, 2012

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THE ART CRIMES: Das Schattenspiel

* Eine Geschichte von Beau Cyphre - mit einer Illustration von Elleka *

Für Alexandra. Danke, dass du mich mit nur einem einzigen Bild so vielfältig inspiriert hast!


Ich mache sie bei mir aus, die Lichter, weil ich im Dunkeln besser sehen kann. Ich sehe ein wunderschönes Mädchen, das mit Licht und Schatten spielt und durch seine Bewegungen Wunder bewirkt: Das Ambiente wird Teil deines Körpers, die Szenerie ist Theaterbühne und doch viel mehr, wird Teil des Spiels und Ausdruck deiner Vision von Schönheit, und mit Lights out erzählst du ein Märchen. Du erzählst es immer wieder von Neuem, und jedes Mal ist es anders, und nichts bleibt gleich, weil Licht ständig im Tanz mit den Schatten ist. Ich sehe hin...und sehe ich dich dann wieder an, flüstert deine Stimme eine neue Geschichte in mein Ohr, doch niemals beginnst du mit: Es war einmal...
Ein einziger Anfang ist allen wahren Märchen gleich, und ich lächle, als du wieder zu erzählen beginnst, weil ich es von Anbeginn der Zeit gewusst habe, tief eingebrannt ins Siegel meiner Seele: Und es begab sich...

Und es begab sich, dass ein Schmetterling in den Hallen eines Palasts verloren ging, weil sich das Licht des Mondes hinter einer vorbeiziehenden Wolke versteckte und er die Lichter im Inneren des Palastes als zu tröstlich empfand, um in der Stille der Nacht an den geöffneten Fenstern vorbeizufliegen. Der Schmetterling ängstigte sich sehr, als er sich hinter den weiten Vorhängen im Schlafgemach des Prinzen verfing, und als er so zippelte und zappelte und dabei immer näher an die züngelnden Flammen der Leuchter geriet, da löste sich Feenstaub von seinen Flügeln und explodierte zu Milchstraßen in der Hitze des Feuers. Die Geburt neuer Welten erschreckte den Schmetterling sehr, und er warf seine Flügel ab, die wie Daunendecken den nackten Körper des Prinzen bedeckten. Ohne seine Flügel aber wurde der Schmetterling seiner ursprünglichen Gestalt gewahr, und der Prinz erinnerte sich an seine Prinzessin im gleichen Augenblick, als er ihren sanften Kuss auf den geschlossenen Augenlidern spürte. Er hatte doch so oft von ihr geträumt.

Und es begab sich, dass der Prinz nicht wusste, was er tat, als er die leidenschaftlichen Küsse der gefangenen Elfe erwiderte, und er begehrte ihren schönen Körper so sehr, dass er weder Anfang noch Ende kannte. So wurde er unermüdlich in seiner Lust, vergaß Essen und Trinken, und die Flamme seiner Kerze brannte schnell so hoch, dass er sich als ein Schatten unter Schatten verlor, im großen Bild auf immer festgehalten in seinem letzten Kuss. Die Elfe aber wurde zur Göttin, nachdem sie dem Sterblichen das Tor zur anderen Welt geöffnet hatte, ohne die Tür zu dieser zu schließen: Engel verkehren seither zwischen Himmel und Erde.


© Copyright 2019 Beau Cyphre. All rights reserved.

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